Seit mehreren Jahren lag der Schulgarten brach. Wildkraut wucherte, Bäume wuchsen und Gras überdeckte alle Beete. Da fragten im Frühjahr Kinder der vierten Grundschulklasse, was denn aus dem Schulgarten werden würde und ob er nicht wieder genutzt werden könnte.Doch es bedarf vieler helfender Hände und auch finanzieller Mittel, um einen Schulgarten auf lange Sicht zu betreiben.

Fördergelder des Ortsausschusses Lockhausen(Clemens Welslau) bzw. des AWO-Ortsvereins Lockhausen (Jutta Liebal und Ursel Trettin) kamen da gerade recht. Die Fördergelder sollten für Flüchtlingsarbeit eingesetzt werden, was die Schulleiterin Marion Petereit und die OGS-Leitung Petra Puke-Kaminsky auf die Idee brachte, im Rahmen der sprachlichen Förderung von Flüchtlingskindern und Kindern mit Migrationshintergrund den Garten zu nutzen. Die sprachliche Entwicklung kann durch praktische Arbeiten viel intensiver gestärkt werden, als durch reinen schulischen Unterricht.

Nach Vorarbeiten durch das Umweltzentrum Heerser Mühle und der Lieferung von Rindenmulch durch den Fachdienst Tiefbau der Stadt Bad Salzuflen konnten dann mit Hilfe der neu angeschafften Gartengeräte für Kinder erste Arbeiten im Schulgarten erfolgen. Desweiteren wurde noch ein Hochbeet über die Fördergelder angeschafft, das in den kommenden Tagen bepflanzt werden soll.

Auch die Lockhausener Elternschaft zeigt sich sehr interessiert an der Arbeit im Schulgarten. So konnten Helfer für die Dachsanierung des Gerätehauses gewonnen werden. Gartenkräuter für die Kräuterspirale, sowie Mutterboden für das neue Hochbeet wurden ebenfalls gespendet. Nun wachsen die ersten Erdbeeren und Kartoffeln, Blumensamen keimen und weitere blühende Stauden werden gepflanzt.

Langfristig soll ein umfassendes neues Konzept zusammen mit den Schülerinnen und Schülern der Grundschule für den Schulgarten erarbeitet werden. Nachdem in den letzten beiden Schuljahren gemeinsam mit den Schülern die Schulhofumgestaltung planerisch vorangebracht wurde und die Schüler sich nun über das neue Klettergerüst freuen, sollen auch gemeinsam Ideen für die Nutzung des Schulgartens erarbeitet werden. So kann sich die Schulleitung beispielsweise vorstellen, einen Ort der Ruhe und des Kräftetankens im Schulgarten zu finden.

Partizipation der Kinder wird in Lockhausen ganz groß geschrieben. Es bleibt abzuwarten, welche kreativen Ideen der Schülerinnen und Schüler weiter entwickelt und umgesetzt werden können.

Alle Beteiligten und nicht zuletzt die Kinder hoffen, dass sie nicht durch Vandalismus und Diebstahl um die Früchte ihrer Arbeit gebracht werden.

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